Corominas Consulting

KI macht nicht alles: Was Kanzleien wirklich über KI-Marketing wissen müssen

Kaum eine Woche vergeht, in der ich nicht mindestens einen Post sehe, der verspricht: Mit KI läuft dein Kanzlei-Marketing jetzt auf Knopfdruck. 50 SEO-Texte im Monat, Webseite in 20 Minuten, Werbeanzeigen automatisch optimiert – für 39 Euro im Monat. Klingt verlockend. Und genau das ist das Problem.

In diesem Artikel möchte ich ehrlich mit euch sein – nicht als Werbetext, sondern weil wir täglich in Erstgesprächen mit Kanzleien erleben, was diese Versprechen im echten Leben anrichten. Und weil ich glaube, dass Klarheit hier mehr wert ist als Komfort.

Was hinter den KI-Versprechen steckt

KI ist real. Die Fortschritte der letzten zwei Jahre sind beeindruckend. Wir bei Corominas Consulting arbeiten selbst jeden Tag mit KI-Tools – für Texte, Analysen, Prozesse. Das ist keine Frage mehr. Aber es gibt einen Unterschied zwischen dem, was KI kann, und dem, was ein günstiges Massenprodukt mit KI-Technologie tatsächlich liefert.

Was ich in diesen Low-Budget-Angeboten sehe: Tools, die auf vorhandenen KI-Modellen aufsetzen und standardisierte Outputs generieren – ohne Kontext, ohne Kanzlei-Know-how, ohne strategisches Denken dahinter. Ein Hammer ist ein großartiges Werkzeug. Aber er baut kein Haus, wenn niemand weiß, wo die Wand hinkommt.

Derselbe Text-Output aus einem KI-Tool kann in der Hand einer erfahrenen SEO-Fachkraft ein starkes Ranking-Ergebnis liefern – und in der Hand von jemandem ohne Erfahrung einfach ins Leere laufen. Die Technologie ist dieselbe. Das Ergebnis ist es nicht.

Der Marketing-Freitag: Ein ehrlicher Blick

Es gibt ein Muster, das mir in Beratungsgesprächen immer wieder begegnet. Es beginnt ungefähr so: „Ich nehme mir freitags Zeit für Marketing. Jetzt, wo es KI gibt, mache ich das einfach selbst.“

Das klingt vernünftig. Es ist verständlich. Und es funktioniert fast nie.

Nicht weil Kanzleien das nicht könnten. Sondern weil Kanzleimarketing kein Task ist, den man einmal erledigt und dann wegschiebt. Es ist ein fortlaufender Prozess, der Konstanz, Tiefe und ständige Anpassung braucht. Selbst wenn du an diesem Marketing-Freitag anfängst, motiviert bist und loslegt – in zwei Wochen kommt ein Mandantentermin dazwischen. Dann ein Gerichtstag. Dann ist Freitag der einzige Tag, an dem du mal früher nach Hause willst.

Und dann? Dann passiert wieder nichts.

Wir sehen das nicht bei Einzelfällen. Das ist ein strukturelles Problem: Marketing nebenbei gemacht wird nicht gemacht. Und mit KI wird es nicht plötzlich einfacher – es gibt nur mehr Möglichkeiten, in denen man sich verlieren kann.

Ergebnis statt Stunden: Die eigentliche Frage

Was KI tatsächlich verändert hat – und das ist der Punkt, über den wir in der Folge ausführlich gesprochen haben – ist die Art, wie wir über Wert und Vergütung nachdenken müssen.

Ich kann ein Problem, das einen 5- oder 6-stelligen Unterschied in eurem Jahresumsatz bedeutet, in 10 Minuten lösen. Oder in 3 Monaten. Beide Personen wissen das Problem am Ende gelöst. Welchen Weg würdet ihr wählen?

Als Unternehmer sollte euch das Ergebnis wichtiger sein als der Weg. Das klingt selbstverständlich – ist es aber nicht. Wer fragt „Kann ich das nicht auch selbst mit KI machen?“, fragt eigentlich: „Wie kann ich Kosten sparen?“ Wer fragt „Wie komme ich am schnellsten zu mehr Umsatz?“, denkt wie ein Unternehmer.

Das ist kein Angriff auf Selbstständigkeit oder Eigeninitiative. Es ist eine ehrliche Frage: Wo ist dein Hebel wirklich? In den meisten Fällen liegt er nicht darin, dass du lernst, wie man SEO-Texte mit Claude optimiert. Sondern darin, dass du mandatierst, verhandelst, Mandanten begeisterst – und das Marketing an Menschen abgibst, die es atmen.

Was die erfolgreichsten Kanzleien anders machen

Wenn ich auf unsere erfolgreichsten Kunden schaue – Einzelkanzleien, die fünfstellige Monatsumsätze allein aus ihrer Online-Präsenz generieren – dann haben sie eines gemeinsam: Sie können loslassen.

Nicht blind. Nicht naiv. Aber bewusst. Sie kommunizieren klar, was sie wollen und welche Ergebnisse sie erwarten. Und dann vertrauen sie darauf, dass jemand, der genau das jeden Tag macht, besser damit umgeht als sie es im Nebenbei könnten.

Das ist keine Kapitulation. Das ist Strategie.

Was diese Kanzleien nicht tun: Sie schicken keine selbst formulierten Texte aus ChatGPT, um zu zeigen, dass sie mitdenken. Sie fragen nicht nach jeder Kleinigkeit. Sie investieren in das Ergebnis – und fordern es auch ein.

Das ist der Unterschied zwischen einem Kunden, der mit uns auf 30.000 Euro Monatsumsatz kommt, und einem, der nach 3 Monaten aufhört, weil er nicht locker lassen konnte.

Was KI wirklich kann – und was nicht

Lasst mich konkret sein. KI kann heute:

Texte schreiben, die als Basis für SEO-Content nutzbar sind. Daten auswerten und Muster erkennen. Prozesse automatisieren, die klar definiert sind. Recherche beschleunigen und Ideen strukturieren.

Was KI heute nicht kann: Verstehen, welches Rechtsgebiet deiner Kanzlei das meiste Umsatzpotenzial hat und warum. Einschätzen, ob eine Anfrage lukrativ ist oder nicht. Den Unterschied spüren zwischen einem Mandanten, der bezahlt, und einem, der nur Fragen stellt. Wissen, was RVG bedeutet, wie eine Kanzlei strukturiert ist, wie man mit Richtern kommuniziert – und wie man das in einem Marketingtext so übersetzt, dass es eure Zielgruppe wirklich erreicht.

Das ist das Know-how, das den Unterschied macht. Und das bekommt ihr nicht für 39 Euro im Monat.

Was das für dich bedeutet

Wenn du gerade überlegst, ob KI-gestütztes Selbstmarketing die Lösung ist, dann frag dich ehrlich:

Hast du die Zeit, das wirklich konstant zu tun – nicht nur freitags für drei Wochen? Hast du das Know-how, um einzuschätzen, was guter von schlechtem Output ist? Weißt du, welche Keywords für deine Kanzlei wirklich relevant sind – und warum?

Wenn du auf eine dieser Fragen mit Nein antworten musst, dann ist der günstige Weg sehr wahrscheinlich der teuerste.

Fazit

KI ist kein Hype, dem man ausweichen sollte. KI ist auch kein Allheilmittel, das Marketing auf Knopfdruck ersetzt. Es ist ein Werkzeug – und wie jedes Werkzeug entfaltet es seine Wirkung erst in den richtigen Händen.

Wenn du als Kanzlei planbar wachsen willst – monatlich mehr Anfragen, mehr Umsatz, mehr Klarheit – dann ist die Frage nicht: „Kann ich das selbst mit KI?“ Die Frage ist: „Wer macht das am besten, und was kostet mich das Nichtstun eigentlich jeden Monat?“

Wenn du das herausfinden willst, sprich gerne mit uns. Auf corominas-consulting.de kannst du dir ein kostenloses Erstgespräch sichern. Wir schauen gemeinsam, wo du gerade stehst – und zeigen dir, was wirklich möglich ist.