Du hast eine Website, vielleicht sogar eine richtig schöne. Professionelle Fotos, modernes Design, vielleicht sogar ein Imagevideo. Und trotzdem fragst du dich, warum da so wenig reinkommt.
Die ehrliche Antwort ist unbequem: Deine Website sieht gut aus – aber sie funktioniert nicht. Und solange du das nicht änderst, verlierst du jeden Monat Mandate, von denen du noch nicht einmal weißt, dass sie existieren.
In diesem Artikel zeigen wir dir, warum der Gedanke „ich brauche eine neue Website“ fast immer der falsche Ansatz ist, welche vier konkreten Fehler deine Website unsichtbar machen und was du stattdessen tun musst, damit Google, KI-Systeme und potenzielle Mandanten dich endlich finden.
Der häufigste Denkfehler im Kanzlei-Marketing
Wenn Anwältinnen und Anwälte über Wachstum sprechen, landet das Gespräch fast immer an derselben Stelle: „Wir bräuchten eigentlich mal eine neue Website. Moderner. Frischer.“
Und das ist verständlich. Denn das Design ist das Einzige, was du auf Anhieb siehst. Wenn die Website alt aussieht, denkt man: Das ist das Problem. Wenn sie nicht funktioniert, denkt man: Dann muss sie neu gebaut werden.
Aber das eigentliche Problem ist nicht das Aussehen. Das eigentliche Problem ist die Struktur – und die Tatsache, dass Google und KI-Systeme wie ChatGPT oder Perplexity deine Website schlicht nicht verstehen.
Du kannst die schönste Website der Welt haben. Wenn Google nicht erkennt, für welche Suchanfragen du relevant bist, existierst du für dieses System nicht. Und damit auch nicht für die Mandanten, die gerade aktiv nach einem Anwalt wie dir suchen.
Was passiert, wenn deine Website unsichtbar ist
Es klingt erst mal überschaubar: Website bringt keine Anfragen, also kommen die Mandate eben über Empfehlungen. Läuft doch schon irgendwie seit Jahren.
Aber schau dir mal genau an, wohin das führt.
Wer nur auf Empfehlungen setzt, kann nicht planen. Mal kommen drei Anfragen in einer Woche, dann drei Wochen gar nichts. Du weißt nicht, was nächsten Monat reinkommt. Du kannst keine Mitarbeiter einstellen, weil du die Auslastung nicht vorhersagen kannst. Du kannst deine Preise nicht erhöhen, weil Empfehler oft schon einen Erwartungsrahmen gesetzt haben. Und du nimmst Mandate an, die du eigentlich gar nicht willst – weil du dir nicht sicher bist, ob nächste Woche was Besseres kommt.
Das ist das Hamsterrad. Und es beginnt mit einer Website, die zwar schön aussieht, aber niemanden findet.
Die Dunkelziffer ist dabei das Schlimmste: Du weißt nicht, wie viel Umsatz du verlierst. Du siehst nicht, wie viele potenzielle Mandanten jeden Tag bei deiner Konkurrenz landen – weil die gefunden werden und du nicht. Wenn wir das bei Kanzleien durchrechnen, sind es regelmäßig sechsstellige Summen pro Jahr.
Die 4 häufigsten Gründe, warum deine Website unsichtbar ist
1. Falsche H1-Überschriften
Google liest deine Website wie ein Inhaltsverzeichnis. Das wichtigste Signal pro Seite ist die Hauptüberschrift – die H1. Auf den meisten Kanzlei-Websites steht dort: „Willkommen bei Kanzlei Müller & Partner.“
Das Problem: Diesen Begriff gibt niemand bei Google ein, außer Leuten, die dich ohnehin schon kennen. Auf deiner Startseite sollte stehen, wofür du stehst. Zum Beispiel: „Fachanwalt für Arbeitsrecht in Hannover.“ Das ist der Begriff, nach dem potenzielle Mandanten suchen.
2. Zu viele Themen auf einer Seite
Viele Kanzleien haben eine einzige Unterseite für ihr gesamtes Arbeitsrecht: Kündigung, Abfindung, Aufhebungsvertrag, Abmahnung, Zeugnis – alles auf einer Seite zusammengequetscht. Das ist aus Nutzersicht vielleicht übersichtlich, aber für Google ein Problem.
Jeder dieser Begriffe hat ein eigenes Suchvolumen. Menschen suchen gezielt nach „Anwalt Kündigung München“ oder „Aufhebungsvertrag Beratung Berlin“. Wenn du alle Themen auf eine Seite packst, kann Google nicht entscheiden, für was es dich ausspielen soll. Jeder dieser Begriffe braucht eine eigene Unterseite.
3. Kein regelmäßiger Content
Google will sehen, dass du regelmäßig relevante Inhalte veröffentlichst. Nicht einmal im Monat, nicht BAG-Zusammenfassungen, die niemanden interessieren. Sondern Blogartikel zu Themen, die deine Zielgruppe wirklich beschäftigen: Was ist eine betriebsbedingte Kündigung? Habe ich Anspruch auf Abfindung? Was sind meine Rechte bei einem Aufhebungsvertrag?
Wenn du regelmäßig zu diesen Themen schreibst, signalisierst du Google: Ich bin der Experte hier. Das beeinflusst dein Ranking direkt.
4. Ungenutztes Google-Unternehmensprofil
In fast 95 von 100 Beratungen sehen wir dasselbe Bild: Das Google-Unternehmensprofil (früher Google My Business) ist angelegt, aber nicht gepflegt. Keine aktuellen Fotos, keine Beiträge, keine Produkte, keine Beschreibung mit relevanten Keywords. Dabei zahlt dieses Profil direkt auf deine lokale Sichtbarkeit ein – und beeinflusst auch dein Website-Ranking.
Design und Sichtbarkeit schliessen sich nicht aus
Es geht nicht darum, dich zwischen einer schönen Website und einer gut rankenden Website entscheiden zu müssen. Das Ziel ist beides. Eine Website, die einen potenziellen Mandanten nicht abschreckt – mit professionellen Fotos, klaren Texten, Bewertungen, erklärbarem Ablauf – und die gleichzeitig bei Google und KI-Systemen ganz oben erscheint.
Design schafft Vertrauen. Sichtbarkeit sorgt dafür, dass überhaupt jemand auf die Seite kommt. Wer nur das eine macht, verschenkt das andere.
Und das beginnt mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme: Wie sichtbar bist du wirklich? Kommt deine Kanzlei für relevante Suchanfragen auf Seite 1? Weißt du, wie viele Anfragen monatlich über deine Website kommen?
Was eine wirklich funktionierende Kanzlei-Website braucht
Eine Keyword-Recherche, die zeigt, für welche Begriffe du ranken willst. Eine Seitenstruktur, die auf diese Keywords einzahlt. Regelmäßiger Content in der richtigen Frequenz. Ein vollständig ausgefülltes und aktiv gepflegtes Google-Unternehmensprofil. Systematisch aufgebaute Bewertungen – nicht gehofft, sondern automatisiert eingesammelt. Und eine klare Nutzerführung auf der Website, die aus Besuchern Anfragen macht.
Das klingt nach viel – ist aber kein Hexenwerk. Dieses System lässt sich innerhalb von vier Wochen strategisch aufsetzen. Ranking-Verbesserungen sind in den ersten Monaten spürbar, organische Sichtbarkeit wächst innerhalb von drei bis sechs Monaten deutlich.
Fazit
Eine Kanzlei-Website ohne Struktur ist wie eine Kanzlei ohne Klingel. Sie existiert – aber niemand findet den Eingang.
Jeden Tag stehen Mandanten da draußen, die deine Hilfe brauchen. Sie suchen bei Google oder fragen ChatGPT. Und wer gefunden wird, bekommt den Auftrag.
Wenn du nicht weißt, wie sichtbar deine Kanzlei gerade ist – dann ist jetzt der richtige Moment, das herauszufinden. Buche dir ein kostenloses Kennenlerngespräch auf corominas-consulting.de und lass uns gemeinsam schauen, wo du stehst und was der nächste Schritt ist.